Pauschalreise storniert - so sollte es laufen

Reiseveranstalter mussten in den vergangenen Wochen von vielen Reiseverträgen zurücktreten und ihren Kunden die Stornierung der Buchung mitteilen. Die Verlängerung der weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amts bis 14.06.2020 führt dazu, dass weitere, tausende Verträge storniert werden müssen.

Diese Absagen gelten als Rücktritt vom Reisevertrag und sind in § 651 h Abs 4 BGB geregelt.

Ein großes Ärgernis dabei ist dabei oftmals die Frage der Rückerstattung der erhaltenen Kundenzahlungen.

So geht es nicht:

Viele Reiseanbieter spielen auf Zeit und muten den Kunden Verfahrensweisen bezüglich der Rückerstattung zu, die mit geltendem Recht nicht vereinbar sind.

Wer sich dieser Beschäftigungstherapie hingibt, kennt dann aber  noch immer kein Datum, wann die Erstattung dem Konto gutgeschrieben wird. Versprochen wird die Erstattung nur schwammig:  zügig, baldmöglichst, zeitnah, in den nächsten Tagen usw.

So sollte es sein:

Die Frage der Rückerstattung ist aber vom Gesetzgeber relativ einfach geregelt und für jedermann nachlesbar in  BGB 651 h Abs 5:

„Tritt der Reiseveranstalter vom Vertrag zurück, verliert er den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Wenn der Reiseveranstalter infolge eines Rücktritts zur Rückerstattung des Reisepreises verpflichtet ist, hat er unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach dem Rücktritt zu leisten.“

Unser Tipp:

Es ist eine noch nie dagewsene Situation, man kann als Kunde durchaus mehr Zeit zugeben als das Gesetz fordert.

Nehmen Sie keinen nervenaufreibenden Schriftverkehr auf, je größer das Unternehmen um so weniger Reaktion dürfen Sie erwarten.

Ist Ihre persönliche Kulanzzeitschiene abgelaufen, dann übergeben Sie den Vorgang einem Anwalt.

Gerne vermitteln wir den Kontakt zu einer Anwaltskanzlei mit Reiserechtsspezialisten.

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